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Ratgeber & Hintergrund
Teilzeit vs. Vollzeit: Was bleibt netto?
Wer von Vollzeit auf Teilzeit wechselt, reduziert zunächst das Bruttogehalt proportional zu den Stunden. Das Netto sinkt jedoch oft weniger stark als die Stunden – weil Steuern und Sozialabgaben progressiv anfallen.
Umgekehrt steigt der effektive Stundenlohn netto in Teilzeit manchmal leicht, weil niedrigere Einkommen geringer besteuert werden. Ob sich Teilzeit lohnt, hängt von Ihren persönlichen Fixkosten und Ansprüchen ab.
Progressive Steuer und Sozialabgaben
Die Einkommensteuer 2026 steigt mit steigendem zu versteuerndem Einkommen (Grundtarif ab ca. 12.096 €, Spitzensteuersatz ab 69.878 €). Bei halbiertem Brutto entfallen oft überproportional viele Steueranteile.
Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual berechnet. In Teilzeit können Beiträge sinken, während der Arbeitgeberanteil unverändert bleibt.
Stundenlohn-Vergleich richtig nutzen
Der Rechner zeigt Brutto- und Netto-Stundenlohn für Vollzeit und Teilzeit. Im Modus „gleicher Stundenlohn“ wird das Teilzeit-Brutto aus dem Vollzeit-Stundenlohn abgeleitet – im Modus „proportional“ aus dem Brutto-Verhältnis der Stunden.
Vergleichen Sie auch die Jahresnettos und den Prozentsatz, den Sie vom Vollzeit-Netto behalten. Das hilft bei der Entscheidung für 20-, 30- oder 32-Stunden-Modelle – ohne individuelle Freibeträge oder Werbungskosten zu ersetzen.