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Haus & Energie

Fußbodenheizung auslegen – Heizkreise & GEG 2026

Fußbodenheizung planen: Verlegeabstand, Heizkreise, Vorlauftemperatur und Wärmepumpen-Tauglichkeit – Orientierung nach DIN EN 1264.

Quelle: DIN EN 1264 – Flächenheizung (Beuth Verlag) · +1 weitere unten

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Raum, Heizlast & Systemtemperaturen

Werte anpassen – das Ergebnis aktualisiert sich live

Beispiel-Szenarien

Aus Heizlastberechnung (DIN EN 12831) – z. B. 60 W/m² × Fläche

Fußbodenheizung im Glossar

Wärmepumpe: 30–35 °C · Gas/Öl oft 40–45 °C

GEG 2026: In Großstädten (>100.000 EW) gilt ab 30.06.2026 die 65-%-Erneuerbare-Pflicht bei Heizungstausch – Fußbodenheizung passt gut zu Wärmepumpen.

Orientierung nach DIN EN 1264 – keine Ersatz-Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Empfohlener Verlegeabstand

Werte 2026

15 cm

Verlegeabstand 15 cm reicht bei 35°C Vorlauf (28°C Rücklauf).

Benötigte Leistung

60 W/m²

Lieferbare Leistung

98.4 W/m²

Heizkreise

2 × ca. 58 m

Heizlast 1200 W auf 20 m²

Ausreichend

116 m Rohr gesamt

Wärmepumpe

Ideal (≤35 °C)

Max. Bodentemp.

29 °C

Mittlere VL/RL

31.5 °C

Status

OK

Häufig als Nächstes

Hinweis: Keine Heizungsplanung oder GEG-Rechtsberatung. Auslegung nach DIN EN 1264 vereinfacht – für Neubau und Sanierung Fachplanung einholen.

Schritt für Schritt

So nutzen Sie den Rechner

  1. 1

    Raumfläche und Heizlast eingeben

    Tragen Sie die beheizte Fußbodenfläche in m² und die Raum-Heizlast in Watt ein – aus Heizlastberechnung (DIN EN 12831) oder Faustwert 40–80 W/m².

  2. 2

    Systemtemperaturen setzen

    Wärmepumpe: Vorlauf 30–35 °C, Rücklauf 25–28 °C. Gas/Öl: oft 40–45 °C Vorlauf. Die Spreizung (VL−RL) beeinflusst die lieferbare Leistung.

  3. 3

    Bodenbelag und Raumnutzung wählen

    Fliesen übertragen Wärme am besten, Teppich dämpft. EN 1264 begrenzt Bodentemperaturen: 29 °C Wohnraum, 33 °C Bad, 35 °C Randzone.

  4. 4

    Verlegeabstand und Heizkreise prüfen

    Der Rechner schlägt Verlegeabstand (10–20 cm), Rohrmenge und Heizkreisanzahl vor (max. ca. 100 m pro Kreis). Fachplanung für hydraulischen Abgleich einholen.

Ausführlicher Ratgeber

Ratgeber & Hintergrund

Fußbodenheizung auslegen – DIN EN 1264 verständlich

Flächenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und gleichmäßiger Wärmeverteilung. Die Auslegung nach DIN EN 1264 berücksichtigt Heizlast, Bodenbelag, Systemtemperaturen und maximale Bodentemperatur.

Unser Rechner liefert eine Orientierung für Verlegeabstand und Heizkreise – keine vollständige Heizlastberechnung oder hydraulische Planung.

GEG-Update 2026: 65-%-Pflicht in Großstädten

Ab 30.06.2026 gilt in Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern beim Austausch der Heizung die Pflicht zu mindestens 65 % erneuerbarer Wärme (Gebäudeenergiegesetz). In kleineren Gemeinden folgt die Regel ab 30.06.2028.

Fußbodenheizungen sind ideal für Wärmepumpen, weil sie mit 30–35 °C Vorlauf effizient arbeiten. Der COP der Wärmepumpe steigt mit sinkender Vorlauftemperatur deutlich.

Verlegeabstand und Rohrmenge

Typische Abstände: 20 cm (niedrige Last), 15 cm (Standard), 12,5–10 cm (hohe Last). Pro m² Fläche: 20 cm ≈ 4,6 m Rohr, 15 cm ≈ 5,8 m, 10 cm ≈ 8,8 m.

Pro Heizkreis sollten etwa 100 m Rohr (ohne Anbindung) nicht überschritten werden – sonst mehrere Kreise mit möglichst gleicher Länge.

Oberflächentemperatur und Behaglichkeit

EN 1264 begrenzt die Bodentemperatur zum Schutz von Fußbodenbelägen und Komfort: 29 °C in Aufenthaltsräumen, 33 °C im Bad, 35 °C in Randzonen.

Gleichmäßige Flächentemperatur fühlt sich wärmer an als Heizkörper bei gleicher Raumluft – Fußbodenheizung erlaigt oft 1–2 °C niedrigere Raumtemperatur bei gleichem Komfort.

Wärmepumpe + Fußbodenheizung 2026

KfW fördert den Heizungstausch weiterhin stark – Wärmepumpen machen 2026 den Großteil der Zusagen aus. Niedrige Vorlauftemperatur ist der Schlüssel zur Effizienz.

Bestandsgebäude: Vorlauf 35–40 °C oft noch machbar. Neubau: 30–35 °C. Zu hohe Vorlauf-Temperaturen deuten auf fehlende Dämmung oder zu großen Verlegeabstand hin.

Ausführliche Erklärung im Ratgeber

Fußbodenheizung auslegen, EN 1264 und GEG-Update: Ratgeber 2026.

Fußbodenheizung auslegen 2026 – EN 1264 & GEG

Typische Fehler bei der Berechnung

  • Heizlast pauschal schätzen ohne Raumnutzung – Bad und Wohnzimmer brauchen unterschiedliche W/m².
  • Teppichboden wie Fliesen behandeln – weiche Beläge reduzieren die lieferbare Leistung deutlich.
  • Einen Heizkreis über 100 m Rohrlänge planen – hydraulischer Abgleich und Kreisteilung sind Pflicht in der Praxis.

Rechenbeispiel: Neubau-Wohnzimmer 28 m²

Heizlast 2.100 W, Wärmepumpe mit 32/28 °C, Fliesenboden: Der Rechner schlägt 15 cm Verlegeabstand und 2 Heizkreise vor – lieferbare Leistung ca. 55 W/m².

Für Wärmepumpen-Umstieg nach GEG 2026 ist die niedrige Vorlauftemperatur ideal – Fachplanung für Heizlast und Estrich dennoch einholen.

Fiktives Beispiel zur Veranschaulichung – Ihre Werte geben Sie oben im Rechner ein.

Häufig gestellte Fragen

Klicken Sie auf eine Frage – die Antwort steht direkt darunter im Seiteninhalt (nicht nur im Hintergrund für Suchmaschinen).

Welcher Verlegeabstand ist richtig?

Abhängig von Heizlast und Vorlauf: oft 15 cm Standard, bei hoher Last 10 cm. Der Rechner schlägt einen Abstand aus Ihrer Heizlast vor.

Wie viele Heizkreise brauche ich?

Faustregel: max. 100 m Rohr pro Kreis. Bei 40 m² und 15 cm Abstand (~232 m Rohr) sind 3 Kreise üblich.

Was ändert sich am 30.06.2026?

In Großstädten greift die GEG-65-%-Erneuerbare-Pflicht bei Heizungstausch. Details hängen vom Gebäude und kommunalen Ausnahmen ab.

Ersetzt der Rechner einen SHK-Fachbetrieb?

Nein. Heizlast (DIN EN 12831), Verlegeplan, Druckverlust und hydraulischer Abgleich gehören in die Fachplanung.

Offizielle Quellen & weiterführende Links

Die Berechnungsgrundlagen und rechtlichen Hinweise basieren auf folgenden öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 2026).