Ausführlicher Ratgeber
Ratgeber & Hintergrund
Welche Kosten entstehen beim Immobilienkauf?
Neben dem Kaufpreis fallen Kaufnebenkosten an: Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer und ggf. Makler. Notar und Grundbuchamt sind gesetzlich vorgeschrieben – ohne Beurkundung kein Eigentumswechsel.
Unser Rechner fokussiert auf Notar- und Grundbuchkosten nach dem Gebührenrecht (GNotKG/KostO) – plus optional die Grunderwerbsteuer nach Bundesland.
Notargebühren im Überblick
Typisch beim Wohnungskauf: Beurkundung des Kaufvertrags (2,0 Gebühren), Betreuung des Vollzugs (0,5 Gebühren). Die Gebühr wird mit dem Gebührenwert zum Kaufpreis multipliziert.
Auf Notarkosten fällt 19 % Umsatzsteuer an – im Rechner als „Notar inkl. USt.“ ausgewiesen.
Grundbuchkosten
Eigentumsübertragung (Auflassung): etwa 0,5 Gebühren zum Kaufpreis. Bei Finanzierung kommt die Eintragung einer Grundschuld hinzu (1,0 Gebühren zur Darlehenssumme).
Grundbuchgebühren sind Verwaltungsgebühren ohne Umsatzsteuer.
Grunderwerbsteuer – der größte Block
Die Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem Bundesland – 2026 zwischen 3,5 % (Bayern, Sachsen) und 6,5 % (z. B. NRW, Saarland). Sie zahlen sie an das Finanzamt, nicht an den Notar.
Sie ist oft teurer als Notar und Grundbuch zusammen – deshalb im Rechner optional einblendbar.
Faustregel Kaufnebenkosten
Grober Richtwert: 10–15 % des Kaufpreises als Nebenkosten (steuer + Notar + Grundbuch + Makler). Ohne Makler und in günstigen Bundesländern eher 8–10 %.
Rechnen Sie konkret nach – besonders vor der Eigenkapitalplanung mit der Bank.